Mattmark-Unglück: War es wirklich nicht vorhersehbar?

Das Unglück von Mattmark, im Saastal, gilt als das schwerste in der Schweizer Baugeschichte: 88 Arbeiter fanden am 30. September 1965 den Tod. Beim Allalingletscher lösten sich zwei Millionen Kubikmeter Eis und begruben die Unterkunft der Arbeiter unter einer dicken Schnee- und Eisschicht.

Historische Aufnahme von 1965: Soldaten tragen eine Bahre weg, auf der vermutlich eine Leiche liegt. Es liegt eine Decke über der Bahre.
Bildlegende: Für die 88 Opfer, vorwiegend italienische Gastarbeiter, kam jede Hilfe zu spät. Keystone (Archiv)

SRF 4 News zeigt anhand von historischen Aufnahmen aus dem Archiv was geschah und spricht mit dem Zeitzeugen Peter Anthamatten. Er hat damals beim Unglück seinen Vater und seinen Götti verloren.

Zuletzt geht es auch um die Schuldfrage. In einem Gerichtsprozess wurden 17 Angeklagte, alles Verantwortliche des Bauvorhabens, vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Ein neuer Expertenbericht lässt aber Zweifel aufkommen, ob der Freispruch gerechtfertigt war.

Autor/in: Priska Dellberg, Susanne Schmugge, Redaktion: Philippe Chappuis