Tschechische Wissenschaftler fordern mehr Menschlichkeit

Keine Verteilungs-Quoten und eine rigorose Umsetzung des Dublin-Verfahres: So lautet das Votum der tschechischen Regierung zur Flüchtlingskrise. Doch es gibt auch Gegenstimmen. Eine Gruppe von Studenten und Akademikern hat eine Petition lanciert, die zur Solidarität mit den Flüchtlingen aufruft.

Eine tschechische Polizistin schreibt an der tschechisch-österreichischen Grenze einem kleinen Jungen eine Nummer auf den Arm, um ihn als Flüchtling zu identifizieren.
Bildlegende: Nummer auf dem Arm: Eine Polizistin kennzeichnet einen kleinen Jungen an der tschechisch-österreichischen Grenze als Flüchtling. Keystone (1. September 2015)

Der «Aufruf der Wissenschaftler gegen Angst und Gleichgültigkeit» richtet sich an Politiker, Medien und die Zivilgesellschaft und ist ein Aufruf zu mehr Menschlichkeit im Umgang mit Flüchtlingen. Fast 8000 Personen haben ihn mittlerweile unterschrieben.

Jan Sokol ist Professor für Philosophie an der Karls-Universität in Prag und gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Intellektuellen des Landes. Er war einer der ersten, der die Petition unterschrieben hat.

Autor/in: Melanie Pfändler, Moderation: Claudia Weber