Zypern weg vom Rettungsschirm: «Offenbar auf Kosten der Bürger»

Ab April hängt Zypern nicht mehr am Tropf der internationalen Geldgeber. Zehn Milliarden Euro hatten der Währungsfonds und die anderen Eurostaaten Zypern vor drei Jahren zugesprochen. Das würde eigentlich nach einer Erfolgsgeschichte klingen.

Eine Frau genießt das Meer in der berühmten südöstlichen Küstenregion von Zypern.
Bildlegende: Zypern brauche keinen Rettungsschirm mehr. Am Montag hat Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, ein klares Statement abgegeben: Zypern hat die Wende geschafft, die Wirtschaft wächst und man hat die Ausgaben und die Staatsschulden im Griff. Das sehen nicht alle so. Keystone

Zypern ist das vierte Land, das aus einem europäischen Hilfsprogramm aussteigt, nach Irland, Spanien und Portugal. Alle Länder waren nahezu bankrott und stehen nun wieder auf eigenen Beinen.
Heiner Flassbeck kritisiert aber die Politik der sogenannten Rettungsschirme.

Er war lange Chefökonom der UNO-Handels- und Entwicklungsorganisation UNCTAD.

Autor/in: Susanne Schmugge, Redaktion: Claudia Weber