Eine neue Saison auf drei Hütten

Zum vierten Mal verbringt «SRF bi de Lüt» eine Sommersaison auf drei Hütten in den Schweizer Alpen und taucht ein in den arbeitsintensiven Alltag der Hüttenwartinnen und Hüttenwarte.

«SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten» ist zu Gast auf der Suls-Lobhornhütte BE, auf der Mönchsjochhütte VS und in der Saoseo-Hütte im Puschlav GR.

Für Heidi König und «Chrigel» Almer von der Mönchsjochhütte ist es die achte Saison. Von März bis Oktober lebt und arbeitet das Hüttenwartpaar mehr oder weniger ständig im ewigen Schnee und Eis, auf 3650 Meter über Meer, in der höchsten bewarteten Hütte, welche ganz auf Schweizer Boden steht. Die hochalpine Lage, direkt an der Rückseite des Mönchs, mit den extremen Wetterverhältnissen erschwert den Hüttenwartjob ungemein. Kein fliessend Wasser, gefrorene WC-Tanks, Schneewechten bis unters Dach. Hüttenwart Chrigel liebt diese Herausforderungen. Er ist der «Chrampfer-Typ», trotzt Wind und Wetter. Doch seine Lebenspartnerin Heidi hat je länger je mehr Mühe mit dem Leben im Hochgebirge.

Die SAC-Hütte Rifugio Saoseo im Val di Campo, südlich vom Berninapass, ist seit 34 Jahren der zweite Wohnsitz der Puschlaver Familie Heis. Die Eltern Bruno und Ruth haben in der Hütte ihre vier Kinder grossgezogen und sind stolz, dass zwei der mittlerweile erwachsenen Töchter, Nadia und Sandra, noch heute auf der Hütte mitarbeiten. Mit den beiden Grosskindern Vivian (4) und Emina (1), den Töchtern von Sandra, wurde für die Grossfamilie allerdings der Platz in der Hütte zu eng, die Eltern sind deshalb ins Nebenhaus gezogen. Damit der Hüttenwartjob als Familienbetrieb funktioniert, braucht es eine klare Aufgabenverteilung und viel gegenseitiges Vertrauen. Die Töchter versuchen wo es geht, ihre Eltern zu entlasten. Doch Bruno ist und bleibt der Chef. Diese Rolle kann und will er noch lange nicht abgeben.

Lisa Emmenegger von der Suls-Lobhornhütte im Lauterbrunnental steht vor einer grossen Wende. Seit fünf Jahren ist sie Hüttenwartin in dieser kleinen, heimeligen Hütte und hatte vor, dies noch lange zu bleiben. Doch wie so oft im Leben, kommt es anders. Nach über 20 Ehejahren trennt sie sich von ihrem Mann und begegnet ihrer grossen Liebe, Peter. Die beiden kennen sich von ihrer Schulzeit im Wallis, wo Peter noch heute zuhause ist. Für ihre neue Liebe entschliesst sich Lisa, die Suls-Lobhornhütte nach dieser Saison aufzugeben und zurück ins Wallis zu ziehen, auf eine neue Hütte, die Kinhütte im Mattertal. Dort hat sich Peter als Hüttenwart beworben, Lisa unterstützt ihn dabei. Schon diesen Sommer muss der Neubeginn stattfinden, was Lisa und Peter in einen gewaltigen Stress bringt, mit einem ständigen Hin und Her zwischen Lauterbrunnen und Randa. Kommt dazu, dass die Suls-Lobhornhütte Lisa mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist und es für sie nicht einfach sein wird, loszulassen.

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