«SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten»: Start der sechsten Staffel

«SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten» ist zu Gast auf der Spannorthütte ob Engelberg, über dem ewigen Eis des Aletschgletschers auf der Konkordiahütte und im sonnigen Bergell in der Capanna da l‘Albigna.

Mit nur gerade 36 Schlafplätzen ist die Spannorthütte eine der kleinsten Hütten überhaupt in der Schweiz – klein, aber oho! Wenn man die Hütte zum ersten Mal schweissgebadet vom steilen Aufstieg betritt, ist es, als würde man in die Vergangenheit reisen. Hüttenwartin Silvia Hurschler Bieri kocht noch auf dem Feuer. Die «Wellnessoase» ist ein simpler Waschtrog draussen am Fels. Genau dieses Enge, Alte, manchmal Schwierige liebt die Hüttenwartin, und genau das wird es bald nicht mehr geben: Im nächsten Jahr wird umgebaut.

Die Capanna da l’Albigna im Bergell liegt in einem der besten Klettergebiete des Landes. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass Annamaria Crameri und Martin Ruggli sich für diese Hütte entschieden haben. Zusammen mit ihren beiden Kleinkindern verbringen sie den Sommer im Bergell – ein Sommer, der schwierig werden könnte. Die Seilbahn, die vor allem die Tagesgäste bequem zur Hütte bringt, befindet sich in Totalrevision. Wann genau sie wieder fährt, weiss die junge Familie noch nicht.

Die Konkordiahütte thront wie ein Adlerhorst oberhalb des Aletschgletschers: weiss, wohin man auch blickt. Mit 155 Schlafplätzen ist sie die grösste aller SAC-Hütten, ein eigentlicher Bienenstock bei schönem Wetter und einer der wohl einsamsten Orte bei Schneefall. Auch hier kümmert sich eine Familie um das Wohl ihrer Gäste: Sarah und Christoph Sager, zusammen mit ihren drei Kindern. Der Start in die Saison ist in diesem Sommer besonders hart. Sarah hat Krebs und muss sich behandeln lassen. Das wirft alles über den Haufen.