Ungewissheit, Geduld und Hoffnung

Im Bergell wartet man auf die Eröffnung der neuen Seilbahn. Bei Silvia kreisen die Gedanken um den Umbau der urchigen Spannorthütte und Christoph Sager eilt von der Konkordiahütte zu seiner krebskranken Frau ins Spital.

Annamaria und Martin warten noch immer auf die Eröffnung der neuen Seilbahn. Trotz schönen Wetters bleiben die Tagestouristen aus. Ihre Lebensader, die Seilbahn, ist aber noch immer im Umbau. Das ist zwar schade, bringt aber auch mehr Zeit für andere Dinge: zum Beispiel den eigenen Kindern das Leben und Sterben eines ungeliebten Nagetiers zu erklären.

Statt sich auf fast 3000 Metern über Meer um Gäste zu kümmern, muss Christoph Sager von der Konkordiahütte zurück ins Tal – so schnell es geht. Seiner krebskranken Frau im Spital geht es gar nicht gut. Ein Infekt macht ihr zu schaffen. Zusammen mit seinen drei Kindern stattet Christoph ihr einen Besuch ab. Die Hoffnung, dass alle zusammen bald auf die Hütte können, wird immer kleiner.

Auf der Spannorthütte oberhalb von Engelberg gilt es langsam ernst. Der Architekt des Umbaus hat sich angemeldet. Silvias Gedanke, dass «ihre» kleine, urchige Hütte bald modern sein soll, macht ihr zu schaffen.