Wo bleibt der Sommer?

Der Hüttensommer 2014 ist geprägt vom schlechten Wetter.

Davon können auch Bruno und Ruth Heis in der Saoseo-Hütte im Val di Campo ein Lied singen. Doch sie nehmen es gelassen. In ihrer 35. Hüttensaison bringt sie nichts mehr so schnell aus der Fassung. Denn dank des schlechten Wetters haben sie wieder mal Zeit, etwas mit ihren Töchtern und Grosskindern zu unternehmen. Als Bruno mit seiner ältesten Tochter Nadja im Wald Pilze sammelt, erlebt er die Beziehung zu seiner Tochter, die sonst als Angestellte auf der Hütte mitarbeitet, in einer ganz neuen Dimension.

Heidi König auf der Mönchsjochhütte kommt an einem Punkt an, wo sie für sich eine Entscheidung treffen muss: bleiben oder aufhören? Seit acht Jahren lebt und arbeitet sie zusammen mit ihren Lebenspartner Chrigel Almer sieben Monate pro Jahr im ewigen Schnee und Eis. Chrigel liebt das Leben auf 3650 m, mit Schneestürmen mitten im Sommer. Sie vermisst den Sommer im Tal. Und doch will sie Chrigel nicht enttäuschen.

Lisa Emmenegger von der Suls-Lobhornhütte im Lauterbrunnental hat ihre grosse Liebe gefunden; Peter, ein alter Schulkollege aus dem Wallis. Sie ist bereit, für ihn ihr Leben umzukrempeln und zusammen mit ihm im Wallis eine neue Hütte zu übernehmen, die Kinhütte bei Zermatt. Neue Liebe, neue Hütte, eine romantische Geschichte. Doch zwei Hütten gleichzeitig zu haben ist auch ein grosses finanzielles Risiko, besonders wenn das Wetter nicht mitspielt.