«SRF bi de Lüt – Familiensache»: Aufregung (3/5)

In der dritten Folge «SRF bi de Lüt – Familiensache» sucht der adoptierte Jan Kuhn zum ersten Mal seinen Heimatort auf, das Ehepaar Lutz verbringt die erste Nacht in ihrer Alterswohnung, und in der Wohngruppe Wolf packt Chrigi Kleider und Spielsachen für einen humanitären Einsatz in Jordanien.

Jan Kuhn wurde als Baby adoptiert. Seit sein Adoptivvater verstorben und Jan selber Familienvater geworden ist, wächst sein Verlangen, seine leibliche Mutter kennenzulernen, immer mehr. Er weiss lediglich, dass Lützelflüh sein Heimatort ist und seine Mutter bei seiner Geburt noch ein Teenager war. Auf der Gemeinde in Lützelflüh erhofft sich Jan, weitere Anhaltspunkte zu finden, die ihn zu seiner leiblichen Mutter führen sollen. Langsam kommt er ihr auf die Spur.

Beim Seniorenpaar Lutz gilt es ernst: Nach 50 Jahren verlassen Ursula und Martin endgültig ihre Wohnung in Riehen und ziehen in eine Alterswohnung nach Basel. Schweren Herzens verlassen sie ihr trautes Heim am Zügeltag. Martin und Ursula sind gesundheitlich angeschlagen. Der Umzug kostet die Senioren viel Kraft und Nerven. Nach der ersten Nacht am neuen Ort kämpfen sie nicht nur mit dem Chaos in ihrem neuen Daheim, sie haben auch ihre Medikamente und den Rollator in Riehen vergessen. Ein Lichtblick: Die beiden Teenager-Enkelinnen überraschen die Grosseltern mit einem Besuch.

Bei der Wohngruppe Wolf ist wie immer viel los. Aurora absolviert nach einem einwöchigen Training ihr Reitbrevet. Weil sie in der Schule im Französisch sehr schlecht war, hat Pflegemutter Chrigi sie mit der Reitprüfung motivieren können, mehr zu lernen. Die Motivationsspritze hat bei Aurora gewirkt: Die Pferdenärrin hat sich um zwei Noten verbessert. Weniger motivierend: Der Gefängnisbesuch von Aurora und Silvans Mutter, den Chrigi mit ihren Pflegekindern einmal im Monat abstattet. Für die Beziehung will Chrigi den Mutter-Kind-Kontakt während der vierjährigen Haftstrafe unbedingt pflegen. Und auch in der Wohngruppe ist die Aufregung gross: Chrigi will für einen humanitären Einsatz mit fünf Pflegekindern nach Jordanien zu syrischen Flüchtlingen reisen.