Eiszeiten (2/3)

Den Mitarbeitern des Ka-We-De ist es gelungen, pünktlich zur Wintersaisoneröffnung eine ideale blitzblanke Eisfläche fertigzustellen. In der zweiten Folge erobern die Hockeyspieler und Eiskunstläuferinnen und -läufer nach langer Vorfreude wieder das Eis.

Luca, 9, und Lea, 7, verbringen im Winter fast ihre ganze Freizeit auf dem Ka-We-De. Sie trainieren beim Eishockeyclub Bern 96, dem Heimclub der Berner Quartiereisbahn. Immer dabei: ihre Eltern, die so überhaupt nichts mit Sport am Hut hatten und an den Hockeybanden viele Freunde gefunden haben.

Seit zehn Jahren unterrichtet die russische Profi-Eiskunstläuferin Elena Bondarchuck Gross und Klein auf dieser Eisbahn unter freiem Himmel. Eine ihrer Schützlinge ist die zehnjährige Lucinia Seiler, die sich gerade auf den Dreiländer-Cup vorbereitet, einen wichtigen nationalen Wettbewerb. Für diesen Auftritt möchte ihre Mutter sie mit einem neuen Kür-Kleidchen überraschen. Solche speziellen Eislaufkostüme sind teuer, doch die alleinerziehende Mutter weiss, dass es für Lucinia kein schöneres Geschenk zur Weihnachtszeit gibt.

Für Thomas Schönbauer, 48, ist das Ka-We-De der schönste Arbeitsplatz der Welt: Im Sommer ist er hier Bademeister, im Winter Eismeister. Die Winterzeit fängt für Thomas Schönbauer dann an, wenn er mit seiner Eismaschine das erste Mal das Publikumsfeld reinigt und für die Gäste das perfekte Eis macht. Nach einem schweren Töffunfall war die Befürchtung gross, dass er die körperlich anspruchsvolle Arbeit auf dem Ka-We-De nicht mehr machen könne. Er erzählt, wie er sich dank der Unterstützung seiner Frau Silvie und dem Anlagenchef Frank Linthaler, zurück in seinen Traumjob gekämpft hat.