Die Alten an der Macht in Afrika

Sie klammern sich mit allen Mitteln an die Macht: Autokraten in Afrika. «Jüngstes» Beispiel, in mehrfacher Hinsicht, ist der ugandische Präsident Yoweri Museveni. Er ist erst 71 und gerade wiedergewählt worden - zum sechsten Mal.

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Bildlegende: Sechs Mal wiedergewählt: Ugandas Präsident Yoweri Museveni SRF

Afrika-Korrespondent Patrick Wülser berichtet von den mächtigen «Sesselklebern» afrikanischer Staaten. Ein paar Beispiele gefällig?

  • Teodoro Obian Nguema Mbasogo, (im Bild unten rechts, mit Ugandas Präsident Yoweri Museveni), Äquatorialguinea, 73 Jahre alt, seit 1979. Autokrat. 37 Jahre im Amt. Kam durch Putsch an die Macht, wurde mehrmals mit über 95 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Die Opposition wirft ihm jedes Mal Wahlbetrug vor.
  • José Eduardo dos Santos; Angola, 73 Jahre alt, seit 1979. Autokrat. 37 Jahre im Amt. Ist zwar unterdessen durch eine gültige Verfassung Präsident, ihm wird jedoch immer wieder Amtsmissbrauch vorgeworfen.
  • Paul Biya; Kamerun, 83 Jahre alt, seit 1982. Autokrat. 34 Jahre im Amt. In einem Land mit Mehrparteiensystem mehrmals wiedergewählt. Auch ihm wirft die Opposition Missbrauch vor.

Wie schaffen es diese Männer, sich so lange an der Macht zu halten? Was befindet sich im Diktatoren-Werkzeugkasten? Und was sagen eigentlich die normalen Menschen in diesen Ländern? Afrika-Korrespondent Patrik Wülser berichtet aus Nairobi.