So geht Revolution!

Die Umsturzversuche gegen autoritäre oder totalitäre Regimes scheinen weltweit zum Scheitern verurteilt oder führen zum Blutvergiessen. Nur in Armenien ist ein gewaltfreier Umsturz gelungen. #SRFglobal fragt: wie schafft ein unterdrücktes Volk die Demokratie?

Am 2. Mai ist es genau ein Jahr her, dass Nikol Paschinjan zum ersten Mal antrat, um neuer Ministerpräsident Armeniens zu werden. Vorausgegangen waren immer grösser werdende Protestaktionen auf den Strassen im 3-Millionen-Land, an denen sich zuletzt Hundertausende beteiligt hatten. Noch verweigerte ihm die Mehrheit die Zustimmung. Nach weiteren Protesten und einem Generalstreik schaffte Paschinjan, der Anführer der Strassenproteste, am 8. Mai 2018 die Wahl zum neuen Ministerpräsidenten. Armenien gelang damit ein äusserst seltenes Ereignis: eine erfolgreiche Revolution ohne Blutgvergiessen, Hass und Rache.

Florian Inhauser debattiert in #SRFglobal mit der Korrespondentin Luzia Tschirky in Jerewan und dem Schweizer Politologen und Demokratieforscher Daniel Bochsler in Belgrad: was sind die Bedingungen für eine erfolgreiche Revolution? Was machten die Aufständischen in Armenien besser als jene in Syrien, Ukraine, Venezuela, Sudan?