Washington, wir haben ein Problem!

Was ist los im Weissen Haus? Seit Wochen sorgen Leaks für Furore, die belegen sollen, dass Donald Trump seinem Amt nicht gewachsen sei.

Erst der Bestseller «Fire and Fury» von Michael Wolff. Dann «Fear» von Bob Woodward, erneut ein Bestseller. Und zuletzt auch noch Enthüllungen eines Regierungsbeamten in der «New York Times»: «Ich bin Teil des Widerstands in der Trump-Regierung.» Die offenbar chaotischen Verhältnisse im Weissen Haus liefern massenweise Stoff für Publikationen und Debatten. Aber auch Anlass zur Sorge.

«Der Grund für das Problem ist die Unmoral des Präsidenten. Jeder, der mit ihm zusammenarbeitet, weiss, dass er keine erkennbaren Grundprinzipien hat, die seine Entscheidungen leiten.»

Das Zitat stammt aus dem oben erwähnten Beitrag in der «New York Times». Dessen Verfasser ist allerdings anonym; und dies erlaubt Zweifel bezüglich der Quelle. Ähnlich ist es mit Wolffs «Fire and Fury»: Hier werden seitenweise vertrauliche Gespräche aus dem Weissen Haus wiedergegeben – selten mit Quellengabe. Besser macht es Bob Woodward in «Fear».

#SRFglobal will wissen, wieviel ist dran an der Chaos-Theorie rund ums Weisse Haus? Und welche Risiken bestehen für die USA und die Welt mit einem launenhaften, kaum berechenbaren Präsidenten wie Donald Trump? Oder ist das alles nur eine politisches Sperrfeuer, aufgeheizt durch die Midterms, die unmittelbar bevorstehenden Kongress-Wahlen?

Arthur Honegger, sieben Jahre lang SRF-Korrespondent in den USA, diskutiert mit Martha Kumar. Sie ist Politologin und arbeitet im Weissen Haus. Sie schreibt Bücher über Präsidenten und über die Kommunikation des Weissen Hauses. Zugeschaltet ist auch Peter Düggeli, aktueller USA-Korrespondent. Er berichtet über völlig neue Herausforderungen für Journalisten mit einem Präsidenten, der die Medien als «Feinde des Volkes» bezeichnet.

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blid