Musik-Talk Stars extra: Stephan Eicher

Er ist eine Ausnahmeerscheinung. Stephan Eicher gehört zu den wenigen Schweizer Musikern mit internationaler Anziehungskraft. Gerade hat er nach fünfjähriger Pause wieder eine CD veröffentlicht. Was ihn inspiriert und warum er in sich Verwirrung sucht, erzählt er bei Sandra Studer in «Stars extra».

Aufgewachsen ist der 1960 geborene Sänger und Dichter in Münchenbuchsee BE. Später besuchte er eine Zürcher Kunstschule. Heute lebt und arbeitet Stephan Eicher in der Camargue. Dazwischen liegt eine lange, erfolgreiche Musikerkarriere. Sie beginnt im bewegten Zürich der 1980er-Jahre. Stephan Eicher gründet zusammen mit seinem Bruder Martin die Band Grauzone. Mit dem Hit «Eisbär» schaffen sie den Sprung in die österreichischen und deutschen Charts.
Nach der Auflösung der Band 1982 startet Eicher eine Solokarriere. Er singt nun hauptsächlich auf Französisch, aber auch Englisch und Berndeutsch. Vor allem in Frankreich und der Schweiz feiert er grosse Erfolge. Zu seinem bisher erfolgreichsten Album «Engelberg» hat Eicher international bekannte Musiker geladen. Gemeinsam schaffen sie den Hit «Déjeuner en paix», für den Philippe Djian den Text schreibt. Charakteristisch für die Eicher-Chansons ist die Kombination von romantischen Streicherpassagen und harten Rockrhythmen. Eichers rauhe und gleichzeitig sanfte Stimme ist unverkennbar persönlich.

Stephan Eichers Karriere begann vor 30 Jahren. Inspiration ist da nicht mehr an der Oberfläche zu finden. So vertieft sich der Sänger immer wieder in neue Themen, hofft dabei sich selbst zu verwirren und später wieder neu zusammenzusetzen. Zur Zeit interessiert ihn Wagners Werk, das er mit Hilfe von Loriot zu verstehen versucht. Im Studio bei "Stars extra" erzählt er auch, weshalb er über Geld reden möchte und warum "Augen zu! Mund auf!" für ihn eine kulturelle Zukunftsvision ist.