Cameraperson – Der preisgekrönte Film von Kirsten Johnson

Sie drehte die Bilder der Filme «Citizenfour», «Fahrenheit 9/11» oder «Virgin Tales»: Kirsten Johnson reist seit 25 Jahren durch die Welt und fängt Bilder ein, die bleiben. In ihrem eigenen Dokumentarfilm blickt sie zurück und verwebt das Erlebte zu einem poetischen Film über das Sehen und Filmen.

Ein afghanisches Mädchen marschiert entschlossen zu ihrer Schule in Kabul, eine junge Frau wartet auf eine Abtreibung in einer Klinik in Alabama, eine nigerianische Hebamme versorgt ein Neugeborenes mit Sauerstoff. Diese und andere Szenen aus unterschiedlichsten Ländern und Situationen verwebt Kirsten Johnson in ihrem international mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Dokumentarfilm «Cameraperson» zu einem poetischen Tagebuch.
Mit Regisseuren wie Laura Poitras, Michael Moore, Kirby Dick oder der Schweizer Filmerin Mirjam von Arx drehte Kirsten Johnson in den letzten 25 Jahren die Bilder zahlreicher bedeutender Dokumentarfilme des 20. Jahrhunderts. Ihr eigener Film «Cameraperson» ist dabei ein Film über das Sehen und Hinschauen, und das Wesen des Dokumentarfilms selbst. Sie verbindet darin dokumentarische, autobiografische und ethische Untersuchungen und erlaubt einen bewegenden Einblick in die persönlichen Erfahrungen einer Kamerafrau.

Die «Sternstunde Kunst» zeigt dieses atypische und poetische Werk, das bis anhin 22 Filmpreise gewann.