CinéKino Schweiz - Das Schweizer Kino im Porträt

  • Sonntag, 21. Januar 2018, 11:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 21. Januar 2018, 11:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 23. Januar 2018, 12:55 Uhr, SRF info
    • Samstag, 27. Januar 2018, 9:40 Uhr, SRF 1

In der Schweiz treffen auf kleinem Raum verschiedene Kulturen und Sprachen aufeinander. Kein Wunder, bekennt sie sich sogar in der Verfassung dazu, ihr Filmschaffen zu fördern und bringt Weltstars wie Jean-Luc Godard oder Bruno Ganz hervor. Ein internationaler Blick auf das Schweizer Filmschaffen.

Der privilegierte, als auch verantwortungsbewusste Status des Schweizer Kinos prägt den halbstündigen Film in der Reihe «CinéKino» zum Schweizer Filmschaffen. Ein Kino, das sich durch seine Tradition der Infragestellung auszeichnet: Von Leopold Lindtberg mit seinem Film «Die letzte Chance» - einer der ersten Gewinner an den Filmfestspielen in Cannes - über die Gründer der Westschweizer «Groupe 5», die mit Alain Tanners «Salamander» zu einer eigenen Filmsprache finden, von der heute auch Filme wie «L'Expérience Blocher» von Jean-Stéphane Bron zeugen.

Das Schweizer Kino beweist auch, dass gerade Filme, die stark im Ureigenen verankert sind, ein besonders grosses Publikum anzusprechen vermögen. Es gibt kaum eine Heldin, die schweizerischer ist als Heidi. Und doch verkörpert sie hinter dem Folklorehaften universelle Konflikte zwischen Stadt und Land, zwischen dem Bedürfnis nach Individualität und dem Zwang, sich anzupassen.

Die finanziellen Mittel des Schweizer Kinos mögen im Vergleich zu anderen Ländern bescheiden sein. Nichtsdestotrotz schafft es das Schweizer Kino, kunstvoll grundlegende Fragen aufzuwerfen.

Hinweis:

Der bekannte unbekannte Schweizer Filmklassiker und Cannes-Preisträger «Die letzte Chance» ist am Samstag, 27. Januar 2018 in der Reihe «Lebendiges Schweizer Filmkulturerbe» zu sehen. Jeden Samstagnachmittag stellt die Reihe auf SRF 1 einen Schweizer Filmklassiker vor.