From Somewhere to Nowhere - Wanderarbeiter in China

Anlässlich der grossen Ausstellung mit Fotografien aus China des Schweizer Fotografen Andreas Seibert in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur zeigt die Sternstunde den Dokumentarfilm zu Seiberts Arbeit. Seit über zehn Jahren dokumentiert er das Leben der Wanderarbeiterinnen und Arbeiter in China.

Der Aargauer Fotograf Andreas Seibert lebt und arbeitet seit bald 20 Jahren in Asien. Neben der Arbeit als Pressefotograf für internationale Zeitungen und Magazine dokumentiert er in grossem persönlichem Engagement hält das von Armut und Heimatlosigkeit geprägte Leben der über 200 Millionen chinesischen Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter fest.

In den Boom-Städten im Süden des riesigen Landes ermöglicht ihre billige Arbeitskraft zu weiten Teilen überhaupt erst das chinesische Wirtschaftswunder. Über Jahre sind sie alleine unterwegs, von Fabrik zu Fabrik, von Baustelle zu Baustelle, «von Irgendwo nach Nirgendwo», wie es ein chinesischer Wanderarbeiter im Dokumentarfilm von Villi Hermann beschreibt. Sie sind rechtlose Fremde im eigenen Land.

Aktuelle Hinweise:

Ausstellung in der Fotostiftung Schweiz: Andreas Seibert. Huai He – Alles im Fluss (bis 3. 3. 2012)
Andreas Seibert: «From Somewhere to Nowhere. Wanderarbeiter in China.» Lars Muller Publishers, Baden 2008; Der Film ist auf DVD im Handel erhältlich.