Brahms am Eröffnungskonzert des Lucerne Festivals

Brahms am Eröffnungskonzert des Lucerne Festivals

Der lettische Shooting Star Andris Nelsons dirigiert für den verstorbenen Gründer des Lucerne Festival Orchestra einen bewegenden Brahms-Abend. Das Programm des Eröffnungskonzerts trägt noch die Handschrift von Claudio Abbado.

Untröstlichkeit, Seelennot und ihre Linderung beschwört die «Rhapsodie op.53» von Johannes Brahms mit den Worten von Goethes «Harzreise im Winter». Der Auftakt zum Lucerne Festival im Jahr eins nach Claudio Abbados Tod verspricht aufwühlende Klänge: neben der «Rhapsodie» die «Serenade Nr. 2», «A-Dur op.16» und die «2. Sinfonie» von Brahms.

SRF 1 sendet das gesamte Konzert am Eröffnungstag leicht zeitverschoben. In Begegnungen mit Dirigent Andris Nelsons, mit der Alt-Solistin Sara Mingardo und einzelnen Musikern des Orchesters spürt Moderatorin Nicole Salathé der Macht der Musik über das menschliche Gemüt nach. Passend zum Festivalmotto «Psyche» lässt das Eröffungskonzert im KKL Luzern die Emotionen aufwallen und auch besänftigen. Abschied und Neuaufbruch in Luzern wurden im April mit einem unvergesslichen Gedenkkonzert für den Orchestergründer Claudio Abbado beschworen. Nun stellt Andris Nelsons erneut unter Beweis, dass er für dessen Nachfolge ein würdiger Kandidat wäre.