Der Klavierspieler aus Jarmuk

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Inmitten der Zerstörung von Damaskus spielt Aeham Ahmad auf der Strasse Klavier. Der syrisch-palästinensische Musiker entführt damit Kinder in eine Welt jenseits von Bomben, Hunger und Tod. Doch dann muss auch er vor der unmittelbaren Bedrohung nach Europa fliehen.

Aeham Ahmad wuchs im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus auf, das vom Krieg besonders hart getroffen wurde. Er steht kurz vor dem Abschluss seines Musikstudiums, als der Krieg in Syrien beginnt. Aeham Ahmad flieht nicht, sondern schiebt sein verstimmtes Klavier in Jarmuk auf die Strasse, singt inmitten zerbombter Häuser zusammen mit Kindern und jungen Menschen. So lässt er sie für kurze Momente die Kriegshölle vergessen. Doch als man ihn bedroht und sein Instrument zerstört, entschliesst auch er sich zur Flucht über das Meer und die Balkanroute.

Günter Atteln und Carmen Belaschk wurden für ihren Film am Golden Prague Festival 2016 mit dem Grand Prix ausgezeichnet.