Johnny Cash at Folsom Prison

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Am 13. Januar 1968 gibt Johnny Cash zusammen mit seiner Frau June Carter und seiner Band ein Konzert im berüchtigsten Knast der USA: dem Hochsicherheitsgefängnis Folsom State Prison in Kalifornien. An diesem Tag schreiben sie in Anwesenheit von Tausenden von Gefängnisinsassen Musikgeschichte.

Dieser Auftritt markiert nicht nur einen Wendepunkt in der Karriere eines der grössten Country-Sängers der Geschichte, sondern zählt auch zu den legendärsten Pop-Konzerten überhaupt.

Der Film «Johnny Cash at Folsom Prison» erweckt jenen Tag mit eindrucksvollen Bildern zum Leben. Anhand der Tonaufnahmen, einer Vielzahl von Fotografien des berühmten Pop- und Rock-Fotografen Jim Marshall sowie Gesprächen mit ehemaligen Insassen von Folsom Prison und Personen aus dem Umfeld Johnny Cashs gelingt es den Filmemachern, die Bedeutung und dramatische Atmosphäre dieses besonderen Ereignisses spürbar werden zu lassen.

Für Johnny Cash war dieser Auftritt eine Überzeugungstat, kein Marketing-Gag. Der Gig in Folsom Prison war für ihn nicht irgendein Konzert - sondern nach jahrelanger Drogensucht sein furioses Comeback auf die Bühne und zugleich ein Statement gegen die unmenschlichen Zustände in Gefängnissen wie diesem. Seine demonstrativ gezeigte Verbundenheit mit den Gefängnisinsassen nährte immer wieder Gerüchte, nach denen Cash selbst einmal eingesessen habe - ein Mythos, der den «Man in Black» hartnäckig umgab.