Lou Reed: Rock and Roll Heart

Lou Reed: Rock and Roll Heart

Zum Tod der New Yorker Rocklegende Lou Reed zeigt Sternstunde Musik «Rock and Roll Heart». Die Doku führt direkt in die dunkle Welt Lou Reeds, der Mitte 60er Jahre mit schonungslos direkten Songs Neuland betrat und in der Folge Generationen von Musikern inspirierte.

Lakonischer Sprechgesang zu einer schroffen Rhythmusgitarre: Das war von Anfang an das Markenzeichen Lou Reeds. Seine erste Band, The Velvet Underground, probte in der Warhol Factory - ab Mitte der 60er Jahre der Treffpunkt der New Yorker Kunstszene, berüchtigt für seine Drogen- und Sexparties. Die Musik der Velvet lieferte den Soundtrack für diese explosive Subkultur. Über Warhol stiess die aus Deutschland stammende Nico zur Band, mit ihr nahmen sie das berühmte Album mit der Warhol-Banane auf.

Auch während seiner Solokarriere stiess Lou Reed immer wieder neue Türen auf. In seiner Haltung war er Künstler und der Avantgarde verschrieben, was auch erklärt, warum er zeitlebens nie den Erfolg und die Reputation eines Bob Dylan erreichte. Der Respekt seiner Weggefährten und Musikerkollegen ist ihm gewiss: David Bowie, Pattie Smith, David Byrne, Susanne Vega und Philip Glass - sie alle kommen in «Rock and Roll Heart» zu Wort, wie natürlich auch Lou Reed, bekannt für seine schroffe Art. Ausnahmsweise spricht er redselig über seine Kunst.

Sorgfältig zusammengestelltes Archivmaterial machen die Doku von Filmemacher Timothy Greenfield-Sanders zum einmaligen Dokument, das zu einem «Walk on the Wild Side» einlädt. Lou Reed ist am 27. Oktober im Alter von 71 Jahren verstorben.

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