Axel Honneth: Den Sozialismus zur Vollendung bringen

  • Sonntag, 17. Januar 2016, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 17. Januar 2016, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 18. Januar 2016, 0:20 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 19. Januar 2016, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 20. Januar 2016, 5:30 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 23. Januar 2016, 8:50 Uhr, SRF 1

Marx ist tot, aber der Sozialismus lebt - zumindest als Idee. Der renommierte Philosoph Axel Honneth spricht von einem unvollendeten Projekt und entwirft einen Sozialismus für die Gegenwart. Im Gespräch mit Barbara Bleisch verteidigt er seine gesellschaftskritische Vision.

Der Sozialismus mag gut gemeint sein, funktioniert hat er in der Realpolitik nicht. Zu sehr litt die Freiheit des Einzelnen, zu doktrinär traten die Systemüberwacher auf.

Ausgerechnet Axel Honneth, der sein letztes Buch der Freiheit gewidmet hat, mag das nicht glauben: Er will die Idee des Sozialismus in die heutige Zeit retten und sie als Alternative zum Kapitalismus anbieten.
Dazu schält Honneth den Sozialismus aus dem Denkgebäude der Industrialisierung. An die Stelle des Kollektivs, das Gemeinschaft erzwingt, setzt er die Solidarität, die Menschen als freie Individuen in gegenseitiger Hilfsbereitschaft verbinden soll.

Mit der Flüchtlingskrise wird aktuell aber just der Begriff der Solidarität auf die Probe gestellt. Bleibt dann mehr von Honneths Vision als eine Schönwetterphilosophie? Und kann eine Idee, in deren Name Gräuel verübt und Menschen in Ketten gelegt wurden, wirklich als Utopie dienen im 21. Jahrhundert?

Bücher von Axel Honneth:

  • «Die Idee des Sozialismus». Suhrkamp, Berlin 2015
  • «Das Recht der Freiheit. Grundriss einer demokratischen Sittlichkeit». Suhrkamp, Berlin 2011

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