Lisa Herzog: Was ist schlecht an Ungleichheit?

  • Sonntag, 26. Februar 2017, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 26. Februar 2017, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 27. Februar 2017, 0:10 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 28. Februar 2017, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 1. März 2017, 5:30 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 4. März 2017, 8:50 Uhr, SRF 1

Manche sehen in der Ungleichheit die Wurzel des Populismus und eine Gefahr für die Demokratie, andere die Voraussetzung für Fortschritt und Wachstum. Die Philosophin und Ökonomin Lisa Herzog erläutert, wie Ungleichheit entsteht, warum sie die Freiheit bedroht und was man dagegen tun kann.

Die Entwicklungsorganisation Oxfam behauptet: Acht Superreiche besitzen gleich viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Laut einer Studie des World Economic Forums (WEF) gehört die Ungleichheit zu den grossen Herausforderungen der Weltwirtschaft. Barack Obama sieht in ihr gar «die grösste Gefahr für unsere Demokratien». Stimmt das? Was ist schlecht an Ungleichheit?
Die Ökonomin und Philosophin Lisa Herzog meint, wirtschaftliche Ungleichheit führe zu ungleichen Chancen und bedrohe dadurch die menschliche Freiheit. Sie fordert einen zeitgemässen Liberalismus, der mehr Freiheit für alle garantiert, nicht nur für die Reichen. Yves Bossart spricht mit der 33-jährigen Professorin über Chancengleichheit, faire Löhne und die Angst, im globalen Rattenrennen abgehängt zu werden.

Literatur:

  • Lisa Herzog: «Freiheit gehört nicht nur den Reichen. Plädoyer für einen zeitgemässen Liberalismus». C.H. Beck 2013
  • Lisa Herzog und Axel Honneth (Herausgeber): «Der Wert des Marktes. Ein ökonomisch-philosophischer Diskurs vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart». Suhrkamp 2014
  • Branko Milanovic: «Die ungleiche Welt. Migration, das eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht». Suhrkamp 2016

DVD-Bestellung direkt: sternkopien@srf.ch

Artikel zum Thema