Sich selbst vergessen: Vom Reiz des Rausches

Ob Alkohol, Erfolg, Facebook oder Fasten: Alles kann zur Sucht werden. Der Rausch verspricht Selbstvergessenheit, wo auf Leistung getrimmt wird. Gleichzeitig sind die Menschen heute angepasst wie selten zuvor. Reizt der Rausch überhaupt noch? Ein Gespräch über die Lust am Rausch und die Angst davor.

Die heutigen Menschen leben in einer Gesellschaft der Masslosigkeit, behauptet der Psychologe Andreas Dick. Die Gier bestimmt das Dasein. Aber wo liegen die Grenzen zwischen Genuss, Leidenschaft und Sucht? Ist jede Sucht verwerflich und eine blosse Ersatzbefriedigung? Oder sehnt sich der Mensch im tiefsten Inneren nach Selbstvergessenheit im Rausch? Ist die Welt nüchtern überhaupt noch auszuhalten?

Über diese Fragen debattiert Barbara Bleisch mit dem Psychologen Andreas Dick, der die Tugend des Masshaltens predigt, und dem Publizisten Daniel Schreiber, der einen Ausweg aus seiner Alkoholsucht fand.

Hinweise

  • Bücher zum Thema:
    - Andreas Dick: «Die innere Mitte finden. Lob der Tugend». Zürich, Orell Füssli 2015
    - Daniel Schreiber: «Nüchtern. Über das Trinken und das Glück». Berlin 2014
  • VHS- oder DVD-Bestellung direkt: sternkopien@srf.ch

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