Thomas Moser – Von Blinden lernen

  • Sonntag, 19. Februar 2017, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 19. Februar 2017, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 20. Februar 2017, 0:15 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 21. Februar 2017, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 22. Februar 2017, 4:30 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 25. Februar 2017, 8:50 Uhr, SRF 1

Thomas Moser ist seit Geburt blind. Seine Welt besteht aus Klängen, Gerüchen, Berührungen. Yves Bossart nähert sich der unsichtbaren Wirklichkeit des Musikers an und fragt, was wir von Blinden lernen können. Ein Gespräch über menschliche Nähe, Langsamkeit und sinnliche Düfte.

Blindsein. Für viele ein Angstszenario. Nicht so für Thomas Moser. Er ist seit Geburt ohne Augenlicht und meint, blind zu sein sei nicht schlechter, sondern anders. Klänge seien farbiger, Berührungen intensiver, Gerüche vielfältiger. Begegnungen mit Menschen haben bei Moser immer eine gewisse Intimität und Nähe. Blindsein sei eine Schule für die Sinne und erziehe zu einem Leben im Hier und Jetzt, meint der Sänger mit Konzertdiplom. Moser arbeitet Teilzeit als Korrektor bei der SBS, der Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte, und war 1999 an der Gründung des Zürcher Restaurants «blindekuh» beteiligt. Er setzt sich auf vielfältige Weise für die Verständigung zwischen Blinden und Sehenden ein und gibt auch Kurse zur Anwendung smarter Technologien für Sehbehinderte. Im Gespräch verrät er, was er an Menschen schön findet, wie er sich erinnert und warum wir das Warten nicht verlernen sollten.

Die Sternstunde Kunst zeigt im Anschluss den Film «Ursula - Leben in Anderswo» von Rolf Lyssy. Um 21.40 Uhr porträtiert «Reporter» den Schweizer Filmemacher.

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