Ulrich Raulff: Der lange Abschied vom Pferd

  • Sonntag, 11. Dezember 2016, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 11. Dezember 2016, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 12. Dezember 2016, 0:25 Uhr, SRF info
    • Montag, 12. Dezember 2016, 3:15 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 13. Dezember 2016, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 14. Dezember 2016, 5:30 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 17. Dezember 2016, 9:00 Uhr, SRF 1

Während tausenden von Jahren war das Pferd als Hafermotor, Schlachtross und Statussymbol ein politisches Tier und wichtigster Gefährte des Menschen. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, beschreibt im Gespräch mit Juri Steiner den langen Abschied des Menschen vom Pferd.

Ohne Pferd kein Fortschritt. Beim Erstellen des ersten Gotthardtunnels dienten Pferde noch als wichtige Arbeitsinstrumente. Damit halfen sie gleichzeitig auch, das Ende der «Gotthardpost» zu besiegeln, wie sie Rudolf Koller 1873 in extremer Kinodramatik gemalt hat. Bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus hat das Pferd in der Kavallerie, in Feld und Wald den nationalen Gedanken hochgehalten. Doch der zunehmende technische Fortschritt besiegelte den Bruch dieses «Kentaurischen Pakts» zwischen Ross und Reiter. Danach wurde das Pferd immer mehr zum Sport-, Therapie- und Freizeittier. Welche Rolle spielt das Pferd heute in unserer Gesellschaft? Wie tief verankert ist es in unserer Vorstellung? Und kommt es vielleicht gar wieder zurück in unsere Städte?

Aus Anlass der TV-Premiere «Gotthard» widmet sich die Sternstunde Philosophie den Pferden und ihrer Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte.

Literatur:

  • Ulrich Raulff: Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung. C.H. Beck (München) 2015.

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