Wieviel Ethik braucht die Kunst? Im Gespräch mit Beltracchis

  • Sonntag, 5. November 2017, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 5. November 2017, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 6. November 2017, 0:20 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 7. November 2017, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 8. November 2017, 5:30 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 11. November 2017, 8:45 Uhr, SRF 1

Das Ehepaar Beltracchi betrog die Kunstwelt und verdiente Millionen an gefälschten Bildern. Ein Fall für die Justiz. Auch die Sammlung Gurlitt beschäftigt die Gerichte. Barbara Bleisch diskutiert mit dem renommierten Kunstanwalt Alexander Jolles und dem Ehepaar Beltracchi über Ethik, Kunst und Gier.

Der talentierte Kunstmaler Wolfgang Beltracchi ist ein verurteilter Betrüger und für viele Künstler ein Verräter. Gleichzeitig stellt er sich als moderner Robin Hood dar, der in einem korrupten Kunstmarkt die Reichen bestiehlt. So erntet er Sympathie und Aufmerksamkeit. Doch was ist eigentlich Kunst? Was ist echte Kunst? Wie ist das Verhältnis von Original und Fälschung? Wie wird wahre Kunst zur Ware? Was bedeutet es für die Kunstwerke, wenn nicht der Blick, sondern das Labor entscheidet, was echt ist? Das Ehepaar Beltracchi hat mit seinen Irreführungen renommierter Kunstexperten, Auktionshäusern, Sammlern und Galerien aufgezeigt, wie schnell sich alle täuschen lassen. Es braucht nur etwas Talent, eine gute Story und die Gier und Verschwiegenheit eines undurchsichtigen Kunstmarktes.

Auch der Fall Gurlitt hat die Kunstwelt elektrisiert. Hier flammt erneut die Diskussion um Raub- und Fluchtkunst auf, um fehlende Provenienz. Denn die Bilder stammen aus dem Kunsthandel der Nationalsozialisten und sind erst 60 Jahre später in einer Münchner Wohnung aufgetaucht. Barbara Bleisch und ihre Gäste diskutieren über Kunst und Ethik, Recht und Unrecht und über Schuld und Sühne.

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