Ein Hauch von Paradies. Gartenkultur in Persien und Indien.

  • Sonntag, 22. Mai 2016, 10:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 22. Mai 2016, 10:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 24. Mai 2016, 11:00 Uhr, SRF info
    • Samstag, 28. Mai 2016, 7:45 Uhr, SRF info

Die islamische Gartenkultur ist eine Kunstform, in der sich Orient und Okzident auf Augenhöhe begegnen. Veronika Hofer beleuchtet in ihrer Dokumentation die Geschichte dieser Gärten in Persien, dem heutigen Iran, in Pakistan und in Indien. Allen gemeinsam ist die Leidenschaft für die Schönheit.

Das Paradies liegt in der Wüste. In der staubigen Hochebene Persiens finden sich die Ursprünge der Gartenkultur. Der Garten schützt sich dort mit Mauern gegen Wind, Sand und Tiere. Die umgebende Mauer heisst auf Persisch «pairadeeza», daraus leitet sich das Wort Paradies ab. Es bietet Schatten, Wasser, Früchte und vor allem: Schönheit.

Im Iran liegt die älteste Gartenanlage der Welt - 3000 Jahre alt. Ihre Gestaltungsprinzipien sind als typisch islamische Gartenkunst bekannt, auch wenn ihre Wurzeln weit älter sind. Die prächtigen, persischen Gärten sind berühmt, dienen der ganzen islamischen Welt als Vorbilder - und auch Europa. In Isfahan, Shiraz und der Wüstenstadt Yazd finden sich klassische Gartenanlagen von besonderer Schönheit.

Die Mogulen nahmen die Gartenkultur aus Persien und Afghanistan mit auf den indischen Subkontinent. Dort verschmolz ihre strenge geometrische Schönheit mit der überschiessenden Buntheit Indiens zu einer neuen Einheit.