Marcel Yair Ebel über die Gottesvorstellung der Juden heute

Welche Gottesvorstellung haben Juden heute? Unterscheidet sie sich bei Männern und Frauen? Irene Gysel spricht mit Rabbiner Marcel Yair Ebel und der Beauftragten für den interreligiösen Dialog, Ruth Gellis.

Der Tempel, an dessen Wiedereinweihung Chanukka erinnert, war das Haus des einen Gottes der Juden. Sie verehrten den Raum in der Mitte, der kein Götterbild enthielt, als Allerheiligstes. Das war vor 2000 Jahren einmalig, Monotheismus gab es sonst nirgends.

Seit dem Jahr 70 nach Christus gibt es keinen jüdischen Tempel mehr und in den Synagogen keinen Raum, den man als Gottes Wohnung bezeichnen würde. Was heisst das für die Gottesbeziehung der Juden heute?