Mauro Jöhri: Ex-CEO der Kapuziner blickt zurück

  • Sonntag, 30. September 2018, 10:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 30. September 2018, 10:30 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 2. Oktober 2018, 11:30 Uhr, SRF info
    • Samstag, 6. Oktober 2018, 8:10 Uhr, SRF info

Der Bündner Mauro Jöhri war bis vor kurzem Generalminister des weltweiten Kapuzinerordens. Zwölf Jahre lang war er im Amt. Nun zieht der höchste Kapuziner Bilanz und erzählt von seiner Heimat, dem Oberhalbstein, wo jahrhundertelang umtriebige Kapuzinerpater gewirkt haben.

Bruder Mauro, so wird Mauro Jöhri in seinem Orden schlicht genannt. Mauro Jöhri stammt aus Bivio im Kanton Graubünden, dem Tal im Herzen Graubündens, das auch in der Zeit von Reformation und Gegenreformation dem katholischen Glauben treugeblieben war. Geprägt von umtriebigen Kapuzinermönchen blieb es jahrhundertelang eine Hochburg der Marienverehrung.

Die Kapuziner haben Jöhri bereits als Bub und Ministrant beeindruckt. So wollte er auch werden. Die Kapuziner tragen eine braune Kutte und Sandalen an den blossen Füssen. Sie führen ein einfaches Leben in der Nachfolge des Heiligen Franz von Assisi. Bis heute steht für Mauro Jöhri fest, dass Gott der Anwalt der Armen ist. Als Generalminister seines Ordens war Mauro Jöhri zwölf Jahre lang verantwortlich für über 10'000 Mitbrüder auf allen Kontinenten. Nach zwei Amtsperioden ist vor Kurzem sein Nachfolger gewählt worden.

Wie hat Mauro Jöhri seine Amtszeit als CEO eines Bettelordens erlebt? Wo stehen die Kapuziner heute? Was denkt er über die aktuelle Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester und Ordensleute in der römisch-katholischen Kirche?