Bademode: Die Trends 2012

Der Mai war nicht ganz so golden wie erhofft, aber im Juni darf man sicher mit mehr Gelegenheit rechnen, auch mal das Bikini statt immer nur Wind- und Regenjacke zu tragen. Aber: welches Bikini denn - oder darf es auch ein Badekleid sein? Und was trägt der Mann von Welt am Bassin oder am Strand?

Die 20-jährige Brigitte Bardot posiert als Badenixe (1956).
Bildlegende: Die 20-jährige Brigitte Bardot posiert als Badenixe (1956). key

 

Das wichtigste aktuelle Modethema ist der Retro-Stil: Also etwas mehr Stoff im Stil der 50's, elegante Drapés, Schleifen, Rüschen und Raffungen - gefragt ist ein sexy Spiel mit Kurven, ein Touch von Marilyn Monroe. Auch Brigitte Bardot wäre ein gutes Stilvorbild. Es ist im allgemeinen wieder etwas mehr Stoff dran am Badekleid und Bikini, die Höschen sind wieder etwas breiter, die Beinausschnitte etwas ziviler. Und drunter sind wieder Kurven gefragt.

Allerdings: Seit den 50's und 60's hat die Textilindustrie ein halbes Jahrhundert technischen Fortschritts hinter sich. Das heisst, dass der Look zwar von früher ist, aber nicht das Tragegefühl. Neue Materialien und Verarbeitungstechniken, dehnbarer oder schneller trocknender Stoff, geformte Schalen, die mehr Halt und schönere Form geben, Slimming-Verarbeitungen und andere Tricks, welche die Figur optimieren sind heute der Standard. Außerdem sind die Farben wesentlich intensiver und lichtbeständiger, die Badehose verbleicht nicht mehr.

Neu sind auch Neonfarben sowie intensive, zuckrige Pastelle, sogenannte Candy Colors. Ausserdem 50's- und Tapetenmuster, Exotik-Prints mit grossen Früchten und Palmen, ein Hauch von Ethno, da und dort etwas Fransen. Man sieht auch Zickzackmuster im Missoni-Stil, Streifen und Polka-Punkte, Vichy- oder Tischtuchkaros. Auch Badekleider, also Einteiler, stehen wieder mehr im modischen Fokus. Hier ist mehr Spielerei möglich, weil das Badekleid mehr Fläche hat und schnittechnische Experimente zulässt. Es kaschiert auch eventuelle Weichzonen besser - dies allerdings auf Kosten der nahtlosen Bräune.

Tipps für Bikini und Badekleid:

  • Die richtige Grösse ist das alles entscheidende Kriterium.
  • Keine schmalen Bikiniträger bei ausgeprägten Schultern oder grosser Oberweite.
  • Kleiner Busen kann mit einer gepolsterten Formschale etwas aufgemotzt werden
  • Einfarbige Kreationen sind die sicherere Wahl, dunkle Farbtöne machen schlanker
  • Weichen Bauch mit höher geschnittenen Hosen oder Einteilern kaschieren
  • Einen schönen Rücken mit Einteiler mit raffiniertem Rückenausschnitt akzentuieren
  • Vorbei sind: hohe Beinausschnitte wie bei Baywatch, Tanga- und Mikro-Bikini

Tipps für die Männer:

  • Männer tragen kurze, gut sitzende Shorts mit Taschen, also eine Art Tennishosen
  • Die Schnitte sind etwas kürzer und knapper, körpernah aber nicht knalleng
  • Modisch sind leuchtende Farben wie Orange, Gelb, elektrisches Blau oder Grasgrün
  • Stilvorbilder sind etwa James Bond, Steve McQueen oder Elvis
  • Die superknappen Speedo-Höschen gehen nicht, wenn man einen Bierbauch hat
  • Vorbei sind weite, schlabbrige Surfershorts