Modisch viel Luft nach oben: Die Stil-Noten für Schweizer Musiker

Der SRF 3-Stilsheriff Jeroen van Rooijen über die Frage, wie die Schweizer Musiker im internationalen Vergleich punkto Stil und Kleidung dastehen. Haben unsere Sänger genügend Sinn für Kleidung?

Stefanie Heinzmann
Bildlegende: Stefanie Heinzmann überzeugt stimmlich, aber nicht modisch – zumindest nicht den SRF 3-Stilsheriff. Keystone

Mode ist ein mächtiges Mittel der Kommunikation, Positionierung und Vermarktung. Auch für Musiker. Doch nicht viele nutzen es auch bewusst und gekonnt. Wir haben leider derzeit kaum jemanden, dessen Style auch international für Aufsehen sorgen würde. Siehe DJ Bobo oder Stefanie Heinzmann. Das ist eine andere Liga als The Hurts oder Lady Gaga. Mit den Outfits der Schweizer Bands ist im internationalen Wettbewerb kein Blumentopf zu gewinnen.

Mode als Alleinstellungsmerkmal
Natürlich geht es für einen internationalen Durchbruch in erster Linie um Stimme und Musik. Weil das musikalische Angebot auch in der Schweiz immer grösser und gleichförmiger wird, geht es aber je länger je mehr auch darum, mit den Stilmitteln der Mode und Kleidung Unterschiede hervorzuheben.

Ein eigener Stil wirkt anziehend
Den einen, für alle «richtigen» Stil gibt es für Musiker genauso wenig wie für Menschen mit anderen Berufen. Oder auch Privatpersonen. Eine Band wie Eluveitie ist in ihrem Segment so richtig angezogen wie Gölä in seinem. Oder auch Shakra und Francine Jordi. Der eigene Stil ist das entscheidende Kriterium. So lange der wiedererkennbar und bewusst gelebt ist, wird er auch anziehend wirken.

Autor/in: Jeroen van Rooijen