Schals binden - 10 Arten, diesen Herbst seinen Schal zu tragen!

Es ist wieder kalt geworden draussen. Ein warmer Schal ist jetzt genau richtig. Unser Stil-Experte Jeroen van Rooijen erklärt, wie man Schals auch modisch richtig trägt.

Unser Stil-Experte dick mit modischem Schal eingepackt im Studio von DRS 3.
Bildlegende: Unser Stil-Experte dick mit modischem Schal eingepackt im Studio von DRS 3. DRS 3

1. Galgenknoten oder «European»

Dies ist bei uns der verbreiteste Schalknoten-- vor wenigen Jahren vor allem bei Männern, aber auch Frauen schätzen diese patente Methode, die auch noch cool aussieht: Schal der Länge nach ins Doppel falten, um den Hals legen und die Enden durch die Schlaufe ziehen.


2. Art-Director oder Vernissagengänger
Die klassische Methode, wie Herren, die in den achtziger Jahren aufgewachsen sind, gelernt haben «cool» auszusehen: Dr wird in einer losen Schlinge einseitig über die Schulter geworfen, aber ja nicht zu eng am Hals! Es soll ja nicht aussehen, als wäre man ein «Gfrörli»!


3. Biedermannsknopf

So machen es ältere Männer: Sie machen erst einen losen Knoten vorne und schlingen dann ein Ende noch einmal von hinten nach vorne in den Ring um den Hals. Das jetzt unter dem Kinn hervortretende Stoffstück wird ein wenig aufgeplustert und sauber zwischen dem Revers des Jacketts oder Mantels arrangiert.


4. Halswickel

Der Schal wird unter maximaler Ausnutzung seiner Länger mehrfach um den Hals geschlauft und das lose letzte Ende darunter geschoben, sodass das so entstehende Gebilde, das ganz nah am Hals sitzt, ein bisschen wie eine Halskrause aussieht.


5. Wasserfall oder «Pali»

Gerade jüngere Frauen legen den meist quadratischen oder sehr breiten Schal in die Diagonale, werfen die spitzen Ende von vorne auf den Rücken, holen die Spitzen übers Kreuz hinter dem Nacken wieder nach vorne und verknoten die losen Teile unter dem breiten, wie ein Wasserfall herunterfallenden Stoff. Alternative kennen diesen Knoten auch vom Palästinensertuch her.


6
. Roulade
Es gibt mehr und mehr sehr grosse Schals, wie sie Faliero Sarti populär gemacht hat, also fast so gross wie ein Bettuch, und diese Schals muss man erst zähmen. Man dreht ihn der Länge nach mehrfach um seine eigene Achse, bis er eine faustdicke Wurst wird, die man um den Hals knotet. Das gibt interessante Farbspiele und Strukturen. 


7. Doughnut

Ein Schalknoten, den man definitiv nicht mehr unter dem Jackett verstecken kann ist der Doughnut - im Prinzip ist die Basis auch die Roulade, also eine in sich verdrehte Grundschleife, die sehr nah am Hals nochmals um ihren eigenen Kern gedreht wird. Das ergibt wirklich eine Art von Bagel am Hals.


8. Sonntagszopf

Der Sonntagszopf funktioniert gut mit voluminösen Schals, die auch eine gewisse Länge haben. Zuerst macht man den „European" oder Galgenknopf. verdreht dann aber die Schlaufe um 180 Grad und steckt die losen Enden durch die neue Schlinge, die dabei entsteht. Sieht aus wie frisch vom Bäcker!


9. Doppel- und Dreifachlooping

Mit den so genannten Endless-Schals oder Snoods, die im Prinzip rundgestrickte Schläuche ohne lose Zipfel sind und die man früher als eine Art Kapuze trug, macht man heute Zwei- oder Dreifachschlaufen um den Hals. Es hängt ein bisschen vom Durchmesser des Strick-Rings ab, aber mit manchen kann man sehr hoch bauende, spannend in sich selbst verschlaufte Loopings um den Hals wickeln.


10. Falscher Knopf

Es gibt die neokonservative Kulturrevolution, Freikirchen und Tea Party, also interessiert sich eine neue Generation für Foulards und Nickitücker. Diese Frau macht im rechten losen Zipfel des ordentlich in die Diagonale gefalteten Schals einen kleinen Knopf, durch den sie dann das linke, lose Ende zieht. Ein sehr praktischer und variabler, adretter Knopf!

Autor/in: Jeroen van Rooijen