Citroën 2CV, eine Ente wird Kult

Anfangs in der Schweiz beinahe unverkäuflich avancierte der «Döschwo» zum antibürgerlichen Gefährt für Künstler und Studenten und fand bald eine breite Fangemeinde.

Platz für zwei Bauern, ein Zentner Kartoffeln, mindestens 60 km/h schnell und nur drei Liter Verbrauch auf 100 km. Das waren die Anforderungen des Citroën-Direktors an den ersten 2CV. Anfangs in der Schweiz beinahe unverkäuflich avancierte der «Döschwo» zum antibürgerlichen Gefährt für Künstler und Studenten und fand bald eine breite Fangemeinde.

Christof Schelbert ist einer dieser Fans. Er fährt bereits sein Leben lang 2CV, schon sein Vater hatte einen, unterdessen auch seine Tochter – eine Familie infiziert vom «Döschwo»-Fieber. Nebst über 1000 2CV-Modellautos und drei richtigen in der Garage ist in ihrem Zuhause an praktisch jeder Ecke ein Stück 2CV-Geschichte zu finden.

Die Leidenschaft vieler Schweizer Fans erst ermöglicht hat wohl Karl Schori – er hat den 2CV als erster Verkaufsleiter hierzulande überhaupt bekannt gemacht, ohne Budget und mit viel Improvisation. Noch heute fährt er «Döschwo» – und zwar das allerletzte in die Schweiz importierte Exemplar.