Das gefährlichste Motorradrennen der Welt

Mit über 300 km/h in der 30er-Zone – auf einem Motorrad. Das ist die Isle of Man Tourist Trophy. Vom 27. Mai bis 9. Juni herrschte auf der britischen Insel der jährliche Ausnahmezustand. Doch das älteste Motorradrennen der Welt hat eine traurige Bilanz: Drei Menschen verloren dieses Jahr ihr Leben.

Es hat kaum Platz für Kiesbeete, Reifenstapel oder andere Sicherheitseinrichtungen auf der rund 60 Kilometer langen Rundstrecke. Und trotzdem rasen die Fahrer mit über 300 Kilometern pro Stunde durch die Dörfer und über die Landstrassen der kleinen Insel zwischen Nordirland und England.

Gefahren wird in fünf Kategorien, ein Rennen dauert vier bis sechs Runden. Die Fahrer starten individuell, gemessen wird die Rundenzeit.

253 Tote

Der grosse Sieger dieses Jahr heisst Michael Dunlop. Er darf bereits zum 15 Mal einen Sieg an der Tourist Trophy einheimsen. Er liegt damit auf Platz 5 in der ewigen Bestenliste. Angeführt wird sie von seinem Onkel William «Joey» Dunlop mit 26 Siegen. Dieser kam im Jahr 2000 bei einem Strassenrennen in Estland ums Leben.

Die Isle of Man Tourist Trophy ist das älteste Motorradrennen der Welt. Es fand 1907 zum ersten Mal statt. Der langen Tradition ist es demnach zu verdanken, dass das Rennen trotz einer traurigen Bilanz von 253 Toten weiterhin stattfindet. Drei von Ihnen kamen dieses Jahr ums Leben: der 48-jährige Brite Davey Lambert, der 28-jährige Holländer Jochem van den Hoek und der 33-jährige Ire Alan Bonner.