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Tacho - das Automagazin Ins Ausland auf die Rennstrecke. Das muss man beim Zoll beachten.

Viele Schweizerinnen und Schweizer reisen ins Ausland, um mit ihrem privaten Auto die Rennstrecken unsicher zu machen. Der Grund: In der Schweiz gibt es keine Möglichkeit dafür. Die Reise könnte aber am Zoll enden, beachtet man die Bestimmungen zur vorübergehenden Einfuhr von Rennfahrzeugen nicht.

Ein Zollbeamter befragt einen Autofahrer.
Legende: Ist das Fahrzeug in der Schweiz zugelassen und wird es auf der Strasse eingeführt, ist keine Zollanmeldung erforderlich. Keystone

Da es in der Schweiz keine Rennstrecken gibt, reisen viele ins Ausland, um mit dem privaten Auto ihrem Hobby nachzugehen. Doch es ist nicht leicht, bei den Zollformalitäten den Überblick zu behalten.

Gemäss eigenen Angaben liegt die Problematik nicht beim Schweizer Zoll, sondern beim ausländischen. Für den Schweizer Zoll genügt für die vorübergehende Ausfuhr eines Rennfahrzeugs nämlich der Fahrzeugausweis oder ein gleichwertiger Prüfungsbericht gemäss Formular 13.20A, Link öffnet in einem neuen Fenster (Muster) als Nachweis.

Bei den ausländischen Zöllen sieht die Situation anders aus. Beispielsweise in Deutschland – einer der häufigsten Destinationen für Schweizer Rennsportfans – wird es vor allem in einem Fall richtig aufwändig.

Es kommt drauf an, wie das Fahrzeug eingeführt wird

  • Ist das Fahrzeug in der Schweiz eingetragen und fährt es eine Schweizerin oder ein Schweizer eigenhändig nach Deutschland, muss es nicht beim Zoll angemeldet werden.
  • Dies gilt auch, wenn das Fahrzeug auf einem Anhänger eingeführt wird – sofern es zu Sportzwecken verwendet wird. Dieser Zweck muss jedoch nachgewiesen werden können (Buchung der Rennstrecke, Ausschreibung der sportlichen Veranstaltung o.ä.). Für die Strasse muss es in diesem Fall nicht zwingend zugelassen sein.
  • Wird das Fahrzeug durch einen gewerblichen Transporteur auf einem Anhänger nach Deutschland eingeführt, muss es am deutschen Zoll schriftlich angemeldet werden. In diesem Fall muss der Fahrzeughalter eine Sicherheitsleistung hinterlegen (Zoll und Einfuhrumsatzsteuer). Diese bekommt er bei der Wiederausfuhr des Fahrzeugs wieder zurückerstattet.

Auf Nummer sicher mit dem Carnet ATA

Wem die Zollformalitäten zu viel Aufwand bereiten, hat die Möglichkeit, anstelle einzelner Formulare, die von Land zu Land unterschiedlich sein können, ein internationales Zolldokument – ein sogenannte Carnet ATA, Link öffnet in einem neuen Fenster – ausstellen zu lassen. Es berechtigt zur vorübergehenden Ein- und Ausfuhr sowie der Durchfuhr (Transit) von Waren durch die gesamte EU.

Durch das Carnet ATA wird der Carnet-Inhaber von der Zahlung oder Hinterlegung von Zöllen und sonstigen Einfuhrabgaben beim Grenzübertritt befreit. Das Carnet ATA muss im Voraus bei den kantonalen Handelskammern, Link öffnet in einem neuen Fenster beantragt werden.

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