«Ghadhafis System ist implodiert»

  • Freitag, 26. August 2011, 13:00 Uhr
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Dass der Umsturz in Libyen nach monatelangen Kämpfen schliesslich so rasch vonstatten ging, hat auch viele Experten überrascht. Der Berner Islamwissenschaftler Reinhard Schulze führt den Machtverlust Ghadhafis vor allem auf eine Erosion von innen zurück.

Zuletzt habe der libysche Machthaber immer mehr Getreue in den eigenen Reihen verloren, die Zahl der Übertritte sei stark angestiegen. «Das System Ghadhafi ist implodiert», sagt Schulze im «Tagesgespräch». 

Dass die Führungsstrukturen zusammenbrachen, hängt nach Einschätzung Schulzes aber auch damit zusammen, dass die Nato wichtige Kommunikationswege und die militärische Infrastruktur  zerstören konnte. 

Nach Schulzes Auffassung wird es für einen Frieden im Land entscheidend, dass Ghadhafi gefunden wird. Erst dann könnten die verbliebenen Verbündeten von ihrer Allianzverpflichtung zurücktreten.

Schulze mutmasst, dass sich Ghadhafi in seiner Heimatstadt Sirte aufhält. «Dort ist sichergestellt, dass er Rückzugswege und -gebiete hat, die weit in den Süden Libyens reichen und wo er eine gewisse Handlungsfreiheit besitzt.

Redaktion: Urs Siegrist