«Rendez-vous» mit der Welt: Wohnen in Moskau

Moskau – die Stadt platzt aus allen Nähten. Etwa 12 Millionen Menschen bevölkern die russische Hauptstadt, es ist damit die grösste Stadt auf dem europäischen Kontinent. SRF-Russland-Korrespondent David Nauer besucht eine neu gebaute Siedlung am Stadtrand.

Russland-Korrespondent David Nauer in Moskowsky, einer Siedlung in Neu-Moskau.
Bildlegende: Russland-Korrespondent David Nauer in Moskowsky, einer Siedlung in Neu-Moskau. SRF. David Nauer

Schon von alters her war Moskau ein Anziehungspunkt, und auch heute strömen von überall her die Menschen nach Moskau, auf der Suche nach Arbeit, nach Chancen, nach einem besseren Leben. Zum einen sind das die Gastarbeiter aus Zentralasien, die, wie David Nauer in unserer Gesprächsserie geschildert hat, ihr Glück in der russischen Metropole suchen. Aber auch aus allen Teilen Russlands ziehen die Menschen nach Moskau, um sich dort für einige Jahre oder gleich für immer niederzulassen. Wo sollen diese Zuzüger leben, zumal in den nächsten Jahren die Ankunft einer weiteren Million erwartet wird? Der Wohnraum ist jetzt schon knapp, und die hastig zu Sowjet-Zeiten aufgestellten Plattenbauten in den Satellitenstädten bieten keinen zeitgemässen Wohnkomfort mehr. Deshalb werden derzeit am Stadtrand neue Siedlungen aus dem Boden gestampft, welche die Wohnungsnot lindern sollen. Neue Siedlungen ziehen auch andere Infrastrukturprojekte nach sich, wie etwa die Verkehrsverbindungen, die erst noch gebaut und finanziert werden müssen. Unser Korrespondent besucht Moskowsky, eine Siedlung in Neu-Moskau, die in keinem Touristenprogramm Berücksichtigung findet.

Moderation: Marc Lehmann