SKH-Chef Manuel Bessler: Humanitäre Hilfe im Syrienkrieg

  • Donnerstag, 17. März 2016, 13:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 17. März 2016, 13:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 17. März 2016, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Freitag, 18. März 2016, 4:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Drei Viertel der syrischen Bevölkerung ist nach fünf Jahren Krieg abhängig von humanitärer Hilfe. Ein Irrsinn, der kein Ende nimmt. Manuel Bessler, Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe, ist Gast von Susanne Brunner.

Manuel Bessler, der Chef des SKH, des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe.
Bildlegende: Manuel Bessler, der Chef des SKH, des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe.

Die Not nimmt kein Ende. Die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht, viele Städte Syriens sind kaum mehr als Schutt und Asche. Und der Krieg geht weiter. Zwar finden jetzt Friedensgespräche statt, und es gibt wieder Hoffnung. Die Menschen werden nach fünf Jahren Krieg aber noch lange Hilfe brauchen. «Wir hinken den Bedürfnissen der betroffenen Menschen stets hinterher», sagt Manuel Bessler über seine Tätigkeit, der humanitären Hilfe. «Wir kommen an unsere Grenzen». Deshalb ist der Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe stets an politischen Lösungen der Krisen interessiert. «Es gibt keine humanitären Lösungen für politische Probleme», sagt er. Zum Beispiel in Syrien. «Wir klammern uns an eine Verhandlungslösung», sagt Bessler über die laufenden Friedensverhandlungen in Genf. Es sei daher gut, dass die Schweiz sich nicht nur für humanitäre Hilfe einsetze, sondern auch den Rahmen biete für eine politische Annäherung der Konfliktparteien.

Aber: Die syrische Bevölkerung ist nicht die einzige, die auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Wie entscheidet man, wer mehr, weniger oder gar keine Hilfe bekommt? Und wie lange können Hilfswerke Nothilfe leisten, wenn Kriege so lange dauern?

Moderation: Susanne Brunner