Château Mort

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Wohin eigentlich mit Schwarzgeld, das nicht mehr bei Schweizer Banken geparkt werden kann? Der Rückgriff auf wertvolle Sachwerte bietet sich an - und kommt auch Betrügern gelegen. Im neuen Bodensee-«Tatort» geht es um wertvolle Weine, historische Obsessionen und einen bizarren Mord.

Roland Bach, Besitzer einer Grosswäscherei in Singen, erwirbt beim Zürcher Auktionshaus Toblers' Weine der sogenannten Droste-Serie, um Geld in Millionenhöhe am deutschen Fiskus vorbeizuschaffen. Diese Weine, die der Revolutionsanhänger Nikolaus Levin einst für seine Hochzeit mit der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff bestimmt hatte, waren schon zuzeiten der Badischen Revolution ein Vermögen wert. Aber Levin verschwindet am Tag der Hochzeit spurlos und mit ihm die kostbaren Flaschen, die angeblich über 130 Jahre später in Meersburg ausgegraben werden und in den Besitz des Weinkenners Hans Lichius übergehen.

Nach einiger Zeit wittert Bach, dass irgendetwas mit seiner Wertanlage nicht stimmt: Denn plötzlich werden immer mehr dieser angeblichen Droste-Weine versteigert. Er findet heraus, dass dahinter ein Komplott der Auktionshausbesitzerin Susann Toblers mit dem international anerkannten Weinpapst Lichius steckt: Der Kenner zertifiziert die Echtheit der gefälschten Weine - sie versteigert sie für rund hunderttausend Schweizer Franken pro Flasche. Da Bach jedoch wegen seiner Steuerhinterziehung erpressbar ist, macht er mit den beiden gemeinsame Sache.
Das Bombengeschäft könnte bequem so weiterlaufen, wenn nicht Bachs gelegentliche Aushilfe, Rico Schmitz, ein durchgeknallter Fan der Badischen Revolution, den wahren Ort der Droste-Weine ausfindig machte und alles aufzufliegen drohte.

Neben Roland Koch, Eva Mattes und Sebastian Bezzel spielen Benjamin Morik, Felix von Manteuffel und andere. Zudem sind die Schweizerinnen Isabelle Barth und Sibylle Canonica zu sehen. «Château Mort» (AT) ist der siebte Bodensee-«Tatort», den SRF und der SWR in Zusammenarbeit mit Maran Film koproduzieren.