Im Schmerz geboren

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Drei Männer werden an einem einsamen Bahnhof erschossen. Die Videoüberwachung zeigt einen vierten Mann, der zur Tatzeit aus dem Zug steigt. Er ist ein alter Bekannter von Kommissar Murot.

Ein einsamer Bahnhof, drei Männer mit Waffen, ein Mann, steigt allein aus dem Zug. Plötzlich liegen die drei Männer tot im Staub, aber der andere Mann hat nicht geschossen.

«Wächter, hier ist etwas faul!». Als Kommissar Murot (Ulrich Tukur) auf der Videoüberwachung den Mann erkennt, der nicht der Mörder ist, schwant ihm Unheil. Es ist Felix Harloff (Ulrich Matthes), sein ehemals bester Freund aus der Polizeischule. Die beiden waren einmal in dieselbe Frau verliebt, mit der sie, wie in ihrem Lieblingsfilm «Jules et Jim» in einer Ménage-à-trois zusammenlebten. Harloff wurde damals wegen einer Drogengeschichte vom Polizeidienst suspendiert und verschwand vor 30 Jahren mit der Frau nach Südamerika, wo er in den folgenden Jahren zu einem Supergangster avancierte.

Schnell wird klar, dass sich Harloff mit seinem Sohn auf einem Rachefeldzug befindet. Noch mehr Morde geschehen. Harloff hat jedoch immer ein Alibi. Murot versucht verzweifelt, die Mordserie zu stoppen, ahnt aber noch nicht, dass eigentlich er das Ziel eines teuflischen Plans ist.

Die vom Hessischen Rundfunk produzierten «Tatort»-Folgen mit Kommissar Murot, gespielt von Ulrich Tukur, fallen gerne aus dem Rahmen: Wurde bei «Das Dorf» schräge Edgar-Wallace-Ästhetik mit komischen Elementen vermischt, erwartet das Publikum bei der neusten Folge ein Intro à la «Spiel mir das Lied vom Tod». Es folgt ein spannender Stilmix, in dem Zitate aus den Kung-Fu- und Actionfilmen der 1970er-Jahre neben Barockmusik und Verweisen auf Meisterwerke der Malerei stehen. SRF 1 zeigt «Tatort - Im Schmerz geboren» als Fernsehfilmpremiere.