«Aids ist eine chronische Krankheit geworden»

Am Welt-Aids-Tag steht die Sendung «Treffpunkt» im Zeichen von HIV. Die Behandlung von HIV-positiven Menschen hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Seit 1996 ist HIV nicht mehr zwingend tödlich. Heilbar ist die Krankheit aber nach wie vor nicht.

Rot gekleidete Menschen formieren sich zu einer grossen roten Schlaufe.
Bildlegende: Studenten an einer Anti-Aids-Kundgebung in Seoul, Südkorea. Keystone

Mit den modernsten Therapien kann der Ausbruch von Aids verhindert werden. «Der Betroffene bleibt HIV-positiv, es ist jedoch vergleichbar mit einer chronischen Krankheit wie Diabetes», sagt Bea Aebersold, Geschäftsleiterin der Aids-Hilfe Bern. Auch die Weitergabe des HI-Virus kann durch Medikamente verhindert werden.

Trotz medizinischer Erfolge bleibt HIV eine sehr ernst zu nehmende Krankheit. «Nur durch eine konsequente Aufklärung und wiederkehrende Kampagnen kann das derzeitige Niveau von Neuansteckungen gehalten werden», sagt Andreas Lehner von der Aids-Hilfe Schweiz.

Pro Jahr werden in der Schweiz etwa 500 Menschen registriert, bei denen der Virus erkannt wurde. Etwa 25‘000 leben mit einer HIV-Erkrankung. Weltweit wird die Zahl auf 36,9 Millionen Menschen geschätzt.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Krispin Zimmermann