Als die Welt 1920 neu geordnet wurde

Vor 100 Jahren trat der Friedensvertrag von Versailles in Kraft. Mit ihm nahm der Völkerbund seine Arbeit auf. In der Sendung «Treffpunkt» blicken wir auf die vielen Spuren, welche der 10. Januar 1920 bis heute hinterlässt.

Männer in Anzug und Krawatte treffen sich in einem grossen Saal zur ersten Sitzung des Völkerbunds 1920 in Genf.
Bildlegende: Im November 1920 kommt der Völkerbund zu seiner ersten Sitzung in Genf zusammen. Keystone

Mit dem Versailler Vertrag haben die Siegermächte des Ersten Weltkriegs die Nachkriegsordnung festgelegt. Die Beschlüsse wirken bis heute nach.

Deutsche Alleinschuld

Der Versailler Vertrag sprach die alleinige Kriegsschuld Deutschland zu. Dort wurde er als «Schandfrieden» von Versailles bezeichnet und weckte den Revanchegedanken. Er hat den Aufstieg Hitlers und letztlich den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begünstigt.

Völkerbund – die erste weltweite Friedensorganisation von Staaten

Bei den Friedensverhandlungen in Paris wurde der Völkerbund mit Sitz in Genf ins Leben gerufen, die erste weltumspannende Organisation von Staaten zur Friedenssicherung. Er nahm vor 100 Jahren, am 10. Januar 1920, die Arbeit auf und gilt als Vorläufer der heutigen UNO.

Spuren bis in die Gegenwart

In der Sendung «Treffpunkt» beleuchten wir die Tragweite der Beschlüsse rund um den Versailler Vertrag. Gast ist SRF-Kulturredaktor und Historiker Felix Münger. Er sagt: «Wer die Ursprünge heutiger Konflikte in Europa untersucht, landet fast immer im Jahr 1920.»

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Vera Büchi