Angehörige pflegen – eine Grenzwanderung

Laut Bundesamt für Statistik leisteten Angehörige in der Schweiz im Jahr 2016 insgesamt 80 Millionen Stunden unbezahlte Artbeit für die Betreuung und Pflege von nahestehenden Personen.

Frau hilft älterem Mann beim Frühstück.
Bildlegende: Für viele Menschen ist es selbstverständlich, dass sie ihre Angehörigen pflegen. Keystone

Grösstenteils übernehmen Frauen die Betreuugng von pflegebedürftigen Angehörigen. Die eigenen Eltern, Kinder oder den Partner pflegen und betreuen, das bringt viele Menschen an ihre Grenzen und darüber hinaus. 

Bei angenommenen durchschnittlichen Arbeitskosten von 45.50 Franken pro Arbeitsstunde ergibt das ein Geldwert von 3.7 Milliarden Franken pro Jahr. 

Im «Treffpunkt» erzählen Hörerinnen und Hörern wann und warum sie sich bei der Pflege ihrer Angehörigen übernommen haben. Und wir suchen nach Wegen, wie man eine solche Überforderung verhindern könnte.

Im Studio zu Gast ist Patrick Jermann, Pflegeexperte von der Universitären Altersmedizin Felix Platter in Basel. Er beschreibt, wie man erkennen kann, wenn Angehörige überfordert sind. Ausserdem gibt er Tipps, wie man verhindern kann, dass sich Angehörige übernehmen. 

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Barbara Meyer / Anna Wepfer