Bomben, Feuer, Unwetter: Wiederaufbau von Wahrzeichen zwingend?

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre Dame ist die Unterstützung gross: Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP sind bereits mehrere 100 Millionen Euro an Spenden angekündigt. Ist es selbstverständlich, für historisch bedeutende Bauwerke so viel Geld auszugeben?

Die Berliner Gedächtniskirche mit zerbombtem Kirchturm, daneben der Neubau.
Bildlegende: Die Gedächtniskirche in Berlin ist ein Beispiel für ein historisches Bauwerk, das bewusst nicht wieder aufgebaut wurde. Keystone

Der Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre Dame ist beschlossene Sache. «Weil das die Franzosen von uns erwarten», sagte Präsident Emanuel Macron vor den Medien. Bürgermeisterin Anne Hidalgo kündigte bereits an, eine internationale Geberkonferenz einzuberufen, um Geld für den Wiederaufbau bereit zu stellen.

Weltweit gibt es aber auch Beispiele von Denkmälern, die bewusst in beschädigten Zustand belassen wurden – die Berliner Gedächtniskirche etwa, die im 2. Weltkrieg zerbombt wurde, zeugt bis heute von den Auswirkungen des Krieges. Ebenfalls in Berlin ist der Reichstag ein Beispiel dafür, wie alte Gebäude mit einem modernen Element wie einer Glaskuppe versehen werden können. Was ist der richtige Weg?
Soll jedes historische Gebäude um jeden Preis erhalten bleiben? Der «Treffpunkt» diskutiert diese Frage mit Experten und Hörerinnen und Hörern.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Sandra Witmer