Der lange Weg der Weihnachtsgewürze

Der Duft von Zimt und Nelken signalisiert unserer Nase: Die Weihnachtszeit ist da! Mit ihrer Schärfe halten uns die typischen Weihnachtsgewürze warm und verleihen Speis und Trank die entscheidende Note. Der «Treffpunkt» erzählt, wie die Weihnachtsgewürze den Weg in die Schweiz gefunden haben.

Weihnachtsgewürze auf dem Tisch.
Bildlegende: So riecht Weihnachten: Ingwer, Zimt, Sternanis, Kardamom, Haselnüsse und Nelken. Colourbox

Bis ins 13. Jahrhundert würzte man in der Schweiz vorwiegend mit Salz, Kräutern und wenn es etwas schärfer sein sollte mit Senfsamen oder Meerrettich. «Als Händler die ersten Pfefferkörner zu uns brachten, erreichte man eine bisher unerreichte Schärfe. Eine Geschmacksrevolution, welche aber nur den sehr vermögenden Leuten und dem Adel vorbehalten war», erklärt SRF Kochexperte und Kulturwissenschaftler Ruedi Trefzer. Fortan fanden immer mehr Gewürze den Weg nach Europa. Der Transport war lang und mit hohen Risiken verbunden, dementsprechend waren Gewürze extrem teuer.

Als 1498 die Portugiesen den Schiffsweg via Südafrika nach Indien entdecken, wurde der Gewürzhandel entscheidend ausgedehnt. Aber erst im 19. Jahrhundert konnten sich breite Bevölkerungskreise Pfeffer und andere exotische Gewürze leisten.

Die SRF Moderatorin Nina Mavis Brunner bereiste diesen Sommer die alte Gewürzroute der Portugiesen. Ihr Weg führte sie von Lissabon via Südafrika und Indien bis nach Indonesien und zu den Gewürzinseln. Ihre Erlebnisse zeigt sie in der Sendung «Reisegeschichten» auf 3sat.

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Moderation: Christina Lang, Redaktion: Krispin Zimmermann