Der Sonntagsbraten erlebt eine Renaissance

Der Sonntagsbraten war früher nicht nur ein Stück Fleisch, sondern ein gesellschaftliches Ereignis. Bis er aus der Mode kam. Jetzt trifft man sich sonntags wieder am Familientisch.

Drei Leute essen an einem Tisch.
Bildlegende: Gemeinsames Essen am Sonntag ist wieder in. Colourbox

Für viele Familien war der Sonntag heilig. Man traf sich zum Sonntagsbraten und sinnierte vergnüglich über die vergangene Woche. Doch das war einmal. Die letzten zwei, drei Jahrzehnte trafen sich die Familienmitglieder weniger oft. Man ging lieber den eigenen Hobbies nach und wollte sich am freien Tag nicht mehr so einschränken lassen. Die eigene Individualität hielt Einzug, und auch der «Brunch» im Restaurant, ein kulinarischer Mix aus Frühstück und Mittagessen lockte die Verwandten weit weg von Zuhause. Man machte lieber mit Kollegen ab, als mit der eigenen Familie.

Comeback des Sonntagsrituals

Nun erlebt das kulinarische Sonntagritual ein Comeback. Es ist plötzlich wieder «hip» und «in» zusammen mit der Familie, aber auch mit Freunden den Sonntag zu geniessen, ja richtig zu zelebrieren – nicht selten mit einem feinen Sonntagsbraten. Die Sendung «Treffpunkt» geht der Frage nach, warum dieses «altmodische» Gericht und das damit verbundene Essritual heute eine Renaissance erlebt. Rudolf Trefzer, der Experte für Ess- und Trinkkultur sagt: «Viele haben wieder das Bedürfnis nach Genuss und gehaltvollen Gesprächen».

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Sirio Flückiger