Dialekt als Nachteil – auch bei uns?

In Deutschland verdient man bis zu 20 Prozent weniger Lohn, wenn man mit starkem Dialekt spricht. In Grossbritannien trainieren Menschen ihren Akzent ab, um bessere Jobchancen zu haben. Gibt es solche Dialekt-Nachteile auch in der Schweiz? Ja, sagt unser Mundartredaktor. 

Fahnen mit den Kantonswappen am Bundeshaus.
Bildlegende: Fahnen mit den Kantonswappen am Bundeshaus. Keystone

Noch gibt es keine offizielle Studie, die Nachteile aufgrund des Dialekts auf dem Schweizer Arbeitsmarkt belegt. Vertieft man sich aber in das Thema, stösst man rasch auf Beispiele. Da gibt es die Zürcherin, die keine Stelle als Märchenerzählerin in Bern bekam, oder die Moderatorin beim Lokalfernsehen, die ihren Freiburger-Dialekt mässigen sollte.

Vielfalt pflegen und erhalten

SRF-Mundartredaktor André Perler meint: «Ich finde es schlecht, wenn man Menschen aufgrund ihres Dialekts in bestimmte Schubladen steckt. Alle Dialekte sind auf ihre Art schön und interessant. Wir sollten diese Vielfalt pflegen und erhalten.»

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Krispin Zimmermann