Die Muttermilch ist viel mehr als blosse Ernährung

Muttermilch ernährt das neugeborene Kind während der ersten Lebensmonate perfekt. Trotzdem gibt es einen gesellschaftlichen Diskurs darüber, wie lange gestillt werden soll und ob überhaupt.

Stillende Frauen
Bildlegende: Muttermilch ist unbestritten, der Ort des Stillens manchmal nicht Keystone

Muttermilch ist das älteste Nahrungsmittel der Welt und an und für sich nicht bestritten. Diskussionen gibt es in der Gesellschaft aber manchmal darüber, wo eine Mutter ein Kind in der Öffentlichkeit stillen soll und wo es sich nicht schickt. Zudem beklagen sich Frauen mitunter darüber, dass wenn sie nur kurz oder überhaupt nicht stillen wollen, da und dort einem eigentlichen Stillterror ausgesetzt sind.

Muttermilch gleicht Entwicklungsrückstand aus

Die Wissenschaft sagt, dass ein Kind, von seiner Entwicklung her, eigentlich zu früh auf die Welt kommt. Der Zeitpunkt der Geburt ist dem aufrechten Gang des Menschen geschuldet. Eine längere Schwangerschaft wäre rein physiologisch nicht möglich. Ohne aufrechten Gang würde sich der Zeitpunkt um einige Monate nach vorne verschieben und das Kind könnte länger von der Ernährung im Mutterleib drin profitieren. Deshalb bezeichnet die Wissenschaft die Muttermilch auch als 'Gewebe', weil sie eine Ersatzfunktion übernimmt. Das ist auch der Grund, weshalb die Muttermilch - vor allem in der ersten Zeit - unglaublich wertvoll ist.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Jürg Oehninger