Die Postkarte lebt, trotz der Digitalisierung

Die Postkarte feiert ihren 150 Geburstag. Die Digitalisierung setzte ihr hart zu, aber noch immer ziert sie die Kühlschränke von Herrn und Frau Schweizer. Der technologische Fortschritt hat punkto Postkarten sogar neue Möglichkeiten eröffnet.

Postkartenständer.
Bildlegende: Die Digitalisierung hat der Postkarte zugesetzt. Tot ist sie jedoch nicht. Keystone

Ursprünglich diente die Postkarte in erster Linie als Mittel für die schnelle Korrespondenz. Die Funktion als klassische Ansichtskarte aus den Ferien kam erst später hinzu.

Kunsvtolle Aufnahmen sind gefragt

Die Blütezeit der Postkarte in der Schweiz war gemäss Gion Schneller vom Postkartenverlag Photoglob in den 1980er-Jahren. E-Mail und Smartphone haben der Postkarte danach stark zugesetzt. Heute laufen bei den touristischen Motiven vor allem kunstvolle Aufnahmen gut, die man selbst mit dem Handy so nicht knipsen kann, so Schneller.

20'000 individuelle Postkarten

Für die Motive, die man auch selbst knippsen kann gibt es seit einigen Jahren Apps, mit denen man aus den eigenen Ferienschnappschüssen einfach eine individuelle Postkarte gestalten kann. Auch die Post hat so ein Angebot. Es sei ein Erfolg, pro Tag würden so etwa 20'000 Postkarten versendet. Ob dies das Gleiche ist, daran scheiden sich die Geister.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Barbara Meyer