Die Schnecke – besser als ihr Ruf

Den Schnecken wird es zunehmend unwohl: Laut der Naturschutzorganisation birdlife sind rund 40 Prozent der 250 Schnecken-Arten in der Schweiz bedroht. Klimawandel und Landwirtschaft machen dem Tier zu schaffen. Dabei ist die Schnecke wichtig für unser Ökosystem.

Bänderschnecke auf Blatt, auf dem Wasserperlen liegen
Bildlegende: Schnecken sind bei genauem Hinsehen faszinierende Wesen und brauchen Feuchtigkeit zum Überleben Keystone

Die wenigsten Schnecken sind Salatfresser

Die Schnecke hat bei vielen Gartenbesitzern in der Schweiz einen schlechten Ruf – ein Stück weit zu Unrecht. Denn die wenigsten Schnecken-Arten machen sich über frische Salate und Pflanzen her. «Die meisten Schnecken ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial», sagt Biologe und Schneckenexperte Peter Müller.

Im Gegenzug dienen Schnecken als Nahrung für Vögel oder Igel. Stirbt die Schnecke aus, sind auch andere Arten bedroht. Es lohnt sich also, sich näher mit Schnecken zu befassen und sich für den Erhalt dieser vielfältigen Art einzusetzen.

Schnecken waren ursprünglich Wassertiere

Wer dies tut, erfährt viel Spannendes. Schnecken sind nämlich faszinierende Wesen, vor allem, wenn man genauer hinsieht. Ursprünglich waren sie Wassertiere und haben zum Teil noch Kiemen aus der Zeit im Wasser behalten. Deshalb benötigen sie auch immer noch viel Feuchtigkeit, die sie mit dem Schleim, den sie selber produzieren, gewährleisten. «Einige Schnecken essen ihren eigenen Schleim wieder auf und sparen so Energie», weiss Peter Müller.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Sandra Witmer